BB Cream, CC Cream oder Make-up? Wir erklären die Unterschiede in der Deckkraft

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BB Cream, CC Cream oder Make-up? Wir erklären die Unterschiede in der Deckkraft

Auf dem Regal stehen nebeneinander BB Cream, CC Cream und klassisches Make-up – und auf den ersten Blick sehen sie fast gleich aus. Wir zeigen Ihnen, worin sie sich wirklich unterscheiden und wie Sie je nach Hauttyp und benötigter Deckkraft die richtige Formel auswählen.

Drei Tuben, drei verschiedene Aufgaben – wo sich BB, CC und Make-up unterscheiden

Eine Situation, die fast jede von uns kennt: Man steht vor dem Regal im Badezimmer oder vor dem Regal mit dekorativer Kosmetik und hat drei Tuben vor sich, die fast gleich aussehen. Ähnliche Form, ähnliche Farbe der Creme innen, ähnliches Versprechen einer ebenmäßigen Haut. Auf einer steht BB-Creme, auf der anderen CC-Creme und auf der dritten klassisches Make-up. Und die Frage, die sich daraus ergibt, ist immer dieselbe: Gibt es überhaupt einen Unterschied, oder sind es nur drei Namen für ein und dasselbe Produkt?

Es gibt einen Unterschied, und es ist kein Marketingdetail. Diese drei Formeln unterscheiden sich in drei Bereichen, die eng miteinander verbunden sind:

  • Deckkraft – wie viel das Produkt tatsächlich auf der Haut abdeckt, von transparenter Tonvereinheitlichung bis hin zur vollständigen Abdeckung.
  • Zusammensetzung – welcher Anteil in der Tube aus pflegenden und feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen besteht und welcher aus Farbpigmenten. Hier unterscheiden sich die drei Produkte am deutlichsten.
  • Bestimmung – für welchen Hauttyp und für welchen Anlass die Formel entwickelt wurde, ob sie für den schnellen Morgen, für den ganztägigen Gebrauch oder für Situationen gedacht ist, in denen das Make-up auch vor der Kamera halten soll.

Gerade diese drei Kriterien erklären, warum dieselbe Tube bei der einen Leserin gut funktioniert und bei der anderen überhaupt nicht passt. Wenn sich jemand beschwert, dass die BB-Creme „nichts abgedeckt“ hat, bedeutet das normalerweise nicht, dass er ein schlechtes Produkt gekauft hat. Es bedeutet, dass er zu einer Formel gegriffen hat, die für eine andere Aufgabe entwickelt wurde, als er erwartet hat. Und umgekehrt: Ein voll deckendes Make-up, das auf ruhiger Haut nur für eine leichte Mattierung aufgetragen wird, wirkt unnötig schwer.

Aus diesem Artikel nehmen Sie daher keine Rangliste von schlecht bis gut mit, sondern ein verständliches Kriterium, nach dem Sie selbst auswählen können. In den folgenden Abschnitten werden wir jedes der genannten Kriterien genauer durchgehen, um klarzustellen, was jede Abkürzung auf der Verpackung tatsächlich verspricht und inwieweit dies dem entspricht, was Sie von Ihrem Make-up erwarten.

Eines sollte gleich zu Beginn gesagt werden: Keine der drei Formeln ist universell besser als die anderen. BB- und CC-Cremes sind keine vereinfachte Version von Make-up für diejenigen, die sich nicht schminken können, und Make-up ist keine übermäßig schwere Variante für festliche Anlässe. Jede dieser Gruppen hat ihren festen Platz in der dekorativen Kosmetik und bildet im Sortiment eigenständige Kategorien, gerade weil sie unterschiedliche Aufgaben lösen. Viele Menschen verwenden zudem zwei davon nebeneinander und wechseln je nach Jahreszeit, Hautzustand oder je nachdem, wie anspruchsvoll der Tag wird.

Woher kommen BB- und CC-Cremes und was bedeuten diese Abkürzungen?

Die Buchstaben auf der Verpackung wirken wie technische Bezeichnungen, tatsächlich handelt es sich um Abkürzungen englischer Begriffe, die nach und nach entstanden sind und jeweils auf ein anderes Bedürfnis antworten. Wenn Sie wissen, was dahintersteckt, wird das Angebot an Hybridcremes weniger verwirrend und Sie können leichter einschätzen, was Sie von einer bestimmten Tube erwarten können.

BB-Creme: Der Weg von der Arztpraxis in die Kosmetiktasche

Die Abkürzung BB wird am häufigsten als blemish balm ausgeschrieben, also Balsam für Unvollkommenheiten. Sein Ursprung wird oft mit der deutschen dermatologischen Praxis der sechziger Jahre in Verbindung gebracht, wo das Produkt gereizte Haut nach der Behandlung abdecken und gleichzeitig pflegende Inhaltsstoffe liefern sollte. Der eigentliche Durchbruch kam jedoch erst Jahrzehnte später in der südkoreanischen Kosmetik, von wo aus sich BB-Cremes um das Jahr 2011 auch in Europa verbreiteten. Gerade zu dieser Zeit setzte sich neben der ursprünglichen Bedeutung auch eine zweite, marketingfreundlichere Interpretation durch – beauty balm, also pflegender Balsam mit Tönungseffekt. Beide Lesarten zielen dabei auf dieselbe Eigenschaft ab: Die BB-Creme steht zwischen Pflege und Make-up und gleicht den Hautton eher mit einem leichten Schleier als mit einer durchgehenden Schicht aus.

CC-Creme: Fokus auf Farbkorrektur

Die Bezeichnung CC entstand als color correct oder color control – also Korrektur oder Steuerung des Hauttons. Während die BB-Creme hauptsächlich für die Vereinheitlichung und Hydratation sorgt, zielt die CC-Creme auf spezifische Farbunregelmäßigkeiten ab: Rötungen, gelbliche oder gräuliche Töne und einen fahlen Teint müder Haut. Die Formeln arbeiten daher meist mit lichtstreuenden Pigmenten oder mit Farbkorrigierern, die direkt in die Creme eingearbeitet sind. Das Ergebnis wirkt aufgehellt, ohne dass die Haut eine stark deckende Schicht erhält.

Warum sich die Grenzen zwischen den Kategorien verschieben

Wichtig ist zu wissen, dass die Bezeichnungen BB und CC nicht verbindlich definiert sind. Es gibt keine Norm, die festlegt, wie viel Deckkraft eine BB-Creme haben muss oder wie stark die Korrektur einer CC-Creme sein sollte – es handelt sich um Kategorien, die der Markt eingeführt hat. Jede Marke interpretiert sie daher auf ihre Weise: Bei der einen stoßen Sie auf eine BB-Creme, die mehr deckt als ein leichter Make-up der Konkurrenz, bei der anderen auf eine CC-Creme, die sich praktisch wie eine getönte Feuchtigkeitscreme verhält.

Nach und nach kamen zudem weitere Varianten hinzu, die mit weiteren Buchstaben des Alphabets gekennzeichnet sind, sowie eine ganze Reihe von Tönungscremes, die sich eher im Namen als in der Zusammensetzung von der ursprünglichen Paarung unterscheiden. In der Praxis bedeutet das nur eines: Nehmen Sie die Buchstaben auf der Verpackung als Orientierungshilfe, nicht als Garantie für das Ergebnis.

Zuverlässiger ist es, die Produktbeschreibung zu lesen und nach konkreten Angaben zu suchen:

  • welche Deckkraft der Hersteller angibt (leicht, mittel, aufbaubar),
  • ob die Formel mattiert oder im Gegenteil aufhellt,
  • welche pflegenden Inhaltsstoffe enthalten sind – Feuchtigkeit, Antioxidantien, beruhigende Stoffe,
  • ob ein Sonnenschutzfaktor vorhanden ist,
  • wieviele Nuancen die Reihe bietet und wie eng deren Spektrum ist.

Anhand dieser Eigenschaften unterscheiden sich zwei Cremes aus derselben Kategorie oft mehr als eine BB- und eine CC-Creme desselben Herstellers. Deshalb raten wir Ihnen, die Produkte danach zu vergleichen, was sie tatsächlich mit der Haut machen, und die Buchstaben auf der Verpackung als erste, orientierende Hilfe zu betrachten.

Deckkraft von leicht bis voll: Vergleich von drei Formulierungen

Die Deckkraft beantwortet im Wesentlichen die Frage, wie viel von Ihrer eigenen Haut nach dem Auftragen noch sichtbar bleibt. Es handelt sich dabei nicht um drei getrennte Kategorien, sondern um ein Kontinuum – von einer transparenten Tönung, die den Gesamteindruck ausgleicht, bis hin zu einer vollen Deckkraft, die auch stärkere Unebenheiten abdeckt. Die Unterschiede zeigen sich bereits beim ersten Verstreichen auf dem Handrücken.

Drei Eigenschaften der Rezeptur bestimmen die Deckkraft. Wenn Sie diese verstehen, können Sie die Deckkraft auch bei einem Produkt einschätzen, das Sie noch nie in der Hand gehalten haben:

  • Konzentration der Pigmente. Je mehr Farbpigmente, typischerweise Titan- und Eisenoxide, die Formel enthält, desto weniger Licht dringt zur Haut durch und desto stärker werden Farbunterschiede überdeckt.
  • Dichte und Verteilbarkeit der Textur. Eine dünnflüssige Emulsion verteilt sich zu einer dünnen Schicht, in der sich ein Teil der Pigmente verteilt. Eine dichtere Creme oder Flüssigkeit mit einem höheren Anteil an Wachsen und Silikonen bleibt an Ort und Stelle und bildet einen gleichmäßigeren Film.
  • Finish. Aufhellende Partikel reflektieren das Licht und verwischen optisch kleine Unebenheiten, sodass das Ergebnis leichter wirkt. Ein mattes Finish hingegen lässt die Struktur der Haut hervortreten, gleicht aber die Farbe gründlicher aus.

BB-Creme steht am leichten Ende der Skala. Die meisten Formulierungen bieten eine transparente bis leicht mittlere Deckkraft: Sie gleichen den Hautton aus, mildern Übergänge zwischen geröteten und helleren Stellen, lassen aber die eigene Haut inklusive Sommersprossen und feiner Struktur durchscheinen. Das Ergebnis wirkt wie eine erholtere Version Ihrer Haut, nicht wie ein geschminktes Gesicht. Wenn Sie erwarten, dass eine Schicht einen auffälligen Fleck abdeckt, werden Sie enttäuscht sein – dafür ist die BB-Creme nicht gedacht.

CC-Creme bewegt sich in einem ähnlichen Dichtebereich, arbeitet jedoch anders. Anstatt die Pigmentschicht einfach auf die Haut zu legen, verwendet sie eine Farbkorrektur: grünliche Pigmente dämpfen optisch Rötungen, pfirsich- und lachsfarbene Töne heben einen gräulichen oder müden Teint an, violette Töne mildern Gelbstich. Die Deckkraft ist daher bewusst ungleichmäßig – dort, wo der Farbkontrast ausgeglichen wird, wirkt sie stärker als anderswo. Viele CC-Cremes enthalten zudem aufhellende Partikel, sodass die optische Komponente der Deckkraft eine größere Rolle spielt als die pigmentierte.

Klassisches Make-up bietet von allen drei Formulierungen die größte Bandbreite. Es gibt leichte Fluids, die sich im Verhalten der BB-Creme annähern, mittlere universelle Deckkraft für den Alltag und hochdeckende Rezepturen, deren einzige dünne Schicht Aknenarben, Pigmentflecken oder Tattoos ausgleicht. Gerade beim Make-up reicht es daher nicht, einfach eine Kategorie zu wählen – entscheidend ist die spezifische Reihe und die Angabe zur Deckkraft auf der Verpackung. Höhere Deckkraft geht fast immer mit einer dichteren Textur einher, daher lohnt es sich, in dünnen Schichten aufzutragen und mit einem Schwämmchen zu verteilen; eine dicke Schicht setzt sich leichter in feinen Linien ab.

Der letzte Unterschied zeigt sich erst, wenn Sie Ihr Gesicht fotografieren. Blitzlicht und kalte Beleuchtung heben jede Schicht hervor, die das Licht anders reflektiert als die umgebende Haut. Leichte Formulierungen mit aufhellenden Partikeln können auf Fotos als hellere Fläche erscheinen, während sie im Tageslicht unauffällig bleiben; der auffällig weiße Schleier auf Fotos mit Blitz wird oft durch mineralische Sonnenschutzfilter verursacht. Volle Deckkraft mit mattem Finish hält den Ton zuverlässig, kann aber bei naher Beleuchtung flacher wirken.

Wenn ein Fotoshooting oder ein Abend unter künstlichem Licht ansteht, überprüfen Sie das Ergebnis vorab auf dem Display Ihres Telefons. Es ist eine schnelle Kontrolle, die Ihnen verrät, welche Deckkraft Ihre Haut unter den gegebenen Bedingungen verträgt – und ob Sie mit einer Tönung auskommen oder zu einer stärkeren Deckkraft greifen sollten.

Pflegekomponente und Bestimmung: Welche Formel für welchen Hauttyp geeignet ist

Deckkraft ist nur die halbe Geschichte. Jede dieser drei Formeln bietet neben Pigmenten noch etwas mehr – bei der einen ist es Feuchtigkeit, bei der anderen Farbkorrektur, bei der dritten Haltbarkeit. Und genau nach dieser weniger auffälligen Komponente fällt die Entscheidung leichter als nach der reinen Deckkraftdichte.

BB-Creme basiert auf leichten Pflegegrundlagen. In der Zusammensetzung finden sich daher häufig feuchtigkeitsspendende und weichmachende Stoffe wie Glycerin, Panthenol oder pflanzliche Öle, und viele Varianten bieten auch einen Sonnenschutzfaktor (auf der Verpackung als SPF abgekürzt). Die Textur ist dünn und fließend, sie erwärmt sich auf der Haut und verhält sich eher wie eine getönte Creme als wie ein Make-up.

CC-Creme setzt auf optische Korrektur. Neben dem üblichen Pigment enthält sie Farbkorrektoren, die auf dem Prinzip der Komplementärfarben arbeiten: Ein grünlicher Ton dämpft Rötungen, Pfirsich- oder Lavendeltöne beleben müde, gräuliche Haut. Häufig sind auch lichtstreuende Partikel, die kleine Unebenheiten eher optisch weichzeichnen, als dass sie sie überdecken. Der pflegende Teil der Zusammensetzung ähnelt dem der BB-Creme, der Fokus liegt jedoch auf der Tonangleichung.

Klassisches Make-up ist im Gegensatz dazu vor allem deckend und haltbar. Die Formel ist so konzipiert, dass sie im Laufe des Tages nicht verrutscht – sie enthält filmbildende Polymere, bei matten Varianten zusätzlich mattierende Puderbestandteile. Feuchtigkeitsspendende und beruhigende Zusätze finden sich heute auch in dichteren Reihen, ihre Rolle ist hier jedoch ergänzend. Die Hauptaufgabe bleibt, Farbe und Deckkraft über mehrere Stunden hinweg zu erhalten.

Für wen welche Formel geeignet ist

  • Trockene und normale Haut, tägliches Tragen: Eine leichte BB-Creme reicht meist aus. Sie spendet Feuchtigkeit, gleicht den Hautton aus und betont keine feinen Schüppchen oder Linien, was bei dichteren Formeln oft problematisch ist.
  • Uneinheitlicher Teint und Rötungen: Ein CC-Creme zur Korrektur macht Sinn. Sie schafft das, was eine getönte Creme allein nicht kann – den farblichen Missklang zu dämpfen, ohne dass man auf volle Deckkraft zurückgreifen muss.
  • Öligere und Mischhaut: Hier entscheidet eher das Finish als der Produkttyp. Matte Varianten, Grundierung und Fixierpuder oder -spray helfen dort, wo leichte Formeln schnell aus der T-Zone verschwinden.
  • Langer Tag, Fotoshooting, gesellschaftliches Ereignis: Hier ist ein Make-up mit höherer Deckkraft und längerer Haltbarkeit angebracht. Es hält auch Beleuchtung und Berührungen stand, denen eine leichte Creme nicht gewachsen ist.

Praktische Kleinigkeiten, die den Unterschied machen

Den Farbton wählen Sie am besten am Kiefer, nicht auf dem Handrücken – dieser hat einen anderen Unterton und führt leicht in die Irre. Lassen Sie einen dünnen Streifen ein paar Minuten trocknen und betrachten Sie ihn am Fenster bei Tageslicht; künstliches Licht im Geschäft verschiebt die Farbe in wärmere Töne. Der richtige Farbton ist daran zu erkennen, dass die Grenze zwischen Gesicht und Hals praktisch verschwindet.

Auch die Art des Auftragens spielt eine Rolle. Leichtere Formeln lassen sich gut mit den Fingern oder einem angefeuchteten Schwämmchen verteilen, dichtere Make-ups gleichmäßiger mit einem Pinsel. Und wenn die Deckkraft im Laufe des Tages nachlässt, ist oft eine dünnere Schicht und Fixierung die Lösung, statt zu Beginn eine dicke Schicht aufzutragen.

Eine letzte Sache, die in der Begeisterung über eine neue Tube leicht vergessen wird: Selbst eine sorgfältig zusammengestellte Formel ersetzt nicht die normale Hautpflege. Reinigung, Feuchtigkeit und abendliches Abschminken tun mehr für das Aussehen der Haut als jede Deckkraft. Getönte Creme und Make-up pflegen die Haut tagsüber, aber nicht an ihrer Stelle.

Wie man auswählt und was Sie in unserem Sortiment finden

Theoretische Unterschiede sind eine Sache, die morgendliche Entscheidung vor dem Spiegel eine andere. Wenn Sie drei Formeln nebeneinander stellen, reduziert sich die Auswahl auf drei Fragen: Wie ist Ihre Haut, wie viel Deckkraft erwarten Sie vom Ergebnis und zu welchem Anlass benötigen Sie es? Die Antworten können zudem von Tag zu Tag variieren – nichts hindert Sie daran, zwei verschiedene Formeln zu Hause zu haben und die zu wählen, die zum Programm passt.

Entscheidungshilfe in drei Schritten

  • Haut ohne auffällige Unvollkommenheiten, Ziel ist ein frisches Aussehen – BB-Creme. Vereinheitlicht den Hautton, spendet Feuchtigkeit und lässt die natürliche Hautstruktur durchscheinen. Geeignet für den Alltag, die Arbeit und auf Reisen, wenn Sie so wenig Tiegel wie möglich in der Tasche haben möchten.
  • Ungleichmäßiger Hautton, gerötete Partien oder gelblicher Unterton – CC-Creme. Arbeitet mit Farbkorrektur, sodass sie ausgleicht, was leichte Deckkraft nur durchscheinen lassen würde. Das Ergebnis bleibt leicht, aber der Ton wirkt ausgeglichener.
  • Pigmentflecken, Narben oder auffälligere Unvollkommenheiten – Make-up mit mittlerer bis hoher Deckkraft. Gibt Ihnen die Kontrolle darüber, wie viel sichtbar bleibt, und kann nur dort geschichtet werden, wo es nötig ist.
  • Fotografieren, Abendveranstaltung, langer Arbeitstag – greifen Sie zu einer Formel mit längerer Haltbarkeit und rechnen Sie mit Fixierung. Blitzlicht und klimatisierte Büros stellen das Make-up anders auf die Probe als ein Nachmittagsspaziergang.

In die Gleichung gehört auch das Finish. Fettigere Haut verträgt normalerweise besser eine mattierende Textur und schätzt das Abpudern der T-Zone, während auf trockener Haut feuchtigkeitsspendende und aufhellende Formeln besser aussehen. Empfindliche Haut kommt oft mit minimalen Schichten aus, daher ist es sinnvoll, mit der leichtesten Variante zu beginnen und erst dann mehr aufzutragen, wenn das Ergebnis es erfordert.

Werkzeuge, die das Ergebnis verändern können

Die gleiche Tube kann auf dem Gesicht ganz anders aussehen, je nachdem, womit sie aufgetragen wird. Dies ist der Teil, den die meisten Anleitungen beim Vergleich von Formeln überspringen – dabei entscheidet er oft mehr als die Zusammensetzung selbst.

  • Angefeuchteter Schwamm – verteilt das Produkt zu einem dünnen Film und hilft ihm, mit der Haut zu verschmelzen. Geeignet für BB- und CC-Cremes und dort, wo Sie das Make-up weicher machen möchten.
  • Pinsel – trägt eine dichtere Schicht auf und hält eine höhere Deckkraft. Ein flacher oder runder Gesichtspinsel eignet sich besonders für deckende Make-ups.
  • Grundierung – glättet die Oberfläche, verfeinert die Poren und verlängert die Haltbarkeit. Bei fettiger Haut hilft eine mattierende Grundierung, bei trockener eher eine feuchtigkeitsspendende.
  • Fixierspray – schließt das Make-up ab und nimmt ihm den pudrigen Look. Ein paar Sprühstöße zum Schluss genügen in der Regel.

Wo Sie spezifische Formeln finden

BB- und CC-Cremes haben in der dekorativen Kosmetik eine eigene Kategorie und liegen neben einem umfangreichen Angebot an Make-ups, sodass Sie beides nebeneinander vergleichen können. Bei den erschwinglicheren Marken orientiert man sich gut an den Linien von Maybelline und Max Factor, die Formeln von leicht und frisch bis langanhaltend anbieten. Dermacol ist in Tschechien vor allem mit den stark deckenden Make-ups der Make-Up Cover-Linie verbunden, L’Oréal Paris deckt mittlere bis längere Haltbarkeit ab und Vichy hat die korrigierende Linie Dermablend für Haut, die stärkere Abdeckung benötigt. Dazu finden Sie im Sortiment Grundierungen, Fixierer, Schwämme und Pinsel, sodass Sie das gesamte Set an einem Ort zusammenstellen können.

Wenn Sie immer noch unsicher sind, ist der einfachste Weg der Praxistest. Probieren Sie zwei verschiedene Deckungsgrade aus – zum Beispiel eine leichte BB- oder CC-Creme für den Alltag und ein Make-up mit mittlerer Deckkraft für Anlässe, bei denen Sie sicher sein möchten – und wechseln Sie ein paar Tage lang ab. Ihre eigene Haut wird Ihnen schneller antworten als jede Vergleichstabelle. Und wenn sich herausstellt, dass Ihnen beides gefällt, ist das kein Fehler bei der Auswahl, sondern eine gut zusammengestellte Kosmetiktasche.