Woher kommen die Schminkregeln ab fünfzig?
Die Regeln, wie sich eine Frau ab fünfzig schminken soll oder nicht, werden so selbstverständlich weitergegeben, dass kaum jemand sie infrage stellt. Weniger Deckkraft, kein Glanz, dezente Augen, unauffällige Lippen – diese Liste kennen Sie und vielleicht halten Sie sich selbst daran. Es lohnt sich jedoch zu fragen, woher diese Empfehlungen eigentlich stammen und ob sie noch gelten.
Die meisten von ihnen stammen aus einer Zeit, als dekorative Kosmetik anders aussah als heute. Foundations hatten dichtere, oft wachsartige Texturen, die sich in feinen Fältchen absetzten und sie betonten. Puder wurden in einer Schicht aufgetragen, die die Haut eher bedeckte, als sie zu vereinheitlichen. Highlighter arbeiteten mit grob gemahlenen Glitzerpartikeln, die das Licht in scharfen Punkten statt in einem weichen Schleier reflektierten. Lippenstifte hatten ein trockenes, mattes Finish und verliefen ohne Konturenstift gerne in die Fältchen um die Lippen. In einer solchen Situation machte der Rat „lieber weniger“ Sinn – es war kein ästhetisches Dogma, sondern eine praktische Reaktion auf die damaligen Formulierungen.
Warum hält man sich also auch heute noch daran? Schminktipps gehören zu den Dingen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden und die Frauen sich gegenseitig bei der Kosmetikerin oder in der Familie erzählen. Einmal bewährte Methoden fungieren zudem als Versicherung: Wenn Ihnen etwas einmal nicht gut getan hat, gibt es keinen Grund, es ein zweites Mal auszuprobieren. Und da sich die Texturen allmählich und ohne großes Aufsehen verändert haben, erkennt man es auf den ersten Blick nicht im Regal – die Verpackung sieht ähnlich aus, der Name der Kategorie blieb gleich, nur die Zusammensetzung im Inneren ist anders.
In den letzten etwa zwanzig Jahren hat sich in der dekorativen Kosmetik jedoch viel verändert. Feuchtigkeitsspendende Foundations mit flüssiger Konsistenz, getönte Cremes, die den Teint nur leicht vereinheitlichen, cremige Rouge oder Highlighter mit einem satinierten, nicht auffällig glitzernden Finish sind heute gängig. Pigmente werden feiner gemahlen, sodass sie sich weniger im Relief der Haut absetzen, und Grundierungen können die Oberfläche glätten, noch bevor das Make-up aufgetragen wird. Eine Aussage, die für Puder aus den Neunzigern Sinn machte, muss also nicht für ein Produkt gelten, das Sie heute in der Hand halten.
In den weiteren Teilen des Artikels gehen wir auf sechs Aussagen ein, die Sie über das Schminken ab fünfzig am häufigsten hören:
- reife Haut braucht die höchstmögliche Deckkraft;
- ab fünfzig ist es besser, auf Make-up ganz zu verzichten;
- Glanz oder Highlighter gehören nicht auf reife Haut;
- Rouge wirkt auf älterer Haut künstlich;
- ein kräftiger Lippenstift ist ab fünfzig unangebracht;
- die Augen sollten nur dezent geschminkt werden oder besser gar nicht.
Bei jeder Aussage erklären wir, woher sie stammt und was heute auf reifer Haut funktioniert – nicht als universelles Rezept, sondern als Leitfaden, den Sie an Ihre Gesichtszüge und Ihren Geschmack anpassen können. Viele dieser Regeln haben einen rationalen Kern, beziehen sich jedoch auf ein anderes Produkt als das, welches Sie heute kaufen.
Noch eine Abgrenzung, damit Sie wissen, was Sie erwartet. Wir sprechen rein über dekorative Kosmetik – über Texturen, Farbtöne und Anwendungstechniken. Hautpflege, also Feuchtigkeitspflege, Reinigung oder Seren, lassen wir hier außen vor; das ist ein eigenes Thema mit eigenen Regeln. Eine gut vorbereitete Haut erleichtert das Schminken zweifellos, aber die Frage, ob Sie ab fünfzig einen kräftigen Lippenstift tragen dürfen, beantwortet sie uns nicht.
Die ersten beiden Mythen: viel Abdeckung oder so wenig Make-up wie möglich
Zwei der häufigsten Ratschläge, die reife Haut erhält, widersprechen sich gegenseitig. Der erste besagt, dass Falten gründlich abgedeckt werden müssen, je dichter das Make-up, desto besser. Der zweite besagt, dass nach fünfzig jede stärkere Abdeckung sofort sichtbar ist, daher sollte man nur eine dünne Schicht auftragen oder besser gar nichts. Beide Aussagen haben eines gemeinsam: Sie drehen sich um die Menge des Produkts und übersehen, was bei reifer Haut wirklich zählt – die Textur des Produkts und wo genau es aufgetragen wird.
Mythos eins: Falten versteckt nur ein voll deckendes Make-up
Voll deckende Formeln wurden für eine andere Aufgabe entwickelt – um Pigmentunregelmäßigkeiten, Narben oder starke Rötungen zu überdecken. Eine Falte jedoch überdecken sie nicht, da eine Falte keine Farbabweichung, sondern ein Relief ist. Eine dichte Schicht setzt sich in der Rille ab, verschiebt sich im Laufe des Tages darin und betont die Linie dadurch. Reife Haut ist zudem oft trockener, sodass matte, langanhaltende Make-ups sich schneller in Bereiche mit und ohne Abdeckung aufteilen.
Praktischer ist es, bei der Textur zu beginnen. Feuchtigkeitsspendende Make-ups und getönte Cremes enthalten mehr pflegende Inhaltsstoffe und weniger pudrige Füllstoffe, sodass sie eher an der Oberfläche bleiben als in den Rillen und flexibel bleiben. Ähnlich verhalten sich leichte BB- und CC-Cremes, die den Hautton ausgleichen, aber die eigene Haut durchscheinen lassen. Ihre Abdeckung ist meist niedrig bis mittel – und das reicht bei reifer Haut oft aus, da schon das bloße Ausgleichen des Hauttons das Gesicht optisch glättet, mehr als erwartet.
Ein Teil der Arbeit, die wir der Abdeckung anvertrauen möchten, kann zudem besser von einer Grundierung erledigt werden. Eine glättende Grundierung füllt die Oberflächenstruktur von Poren und feinen Linien aus, sodass das Make-up nicht darin hängen bleibt. Eine feuchtigkeitsspendende Grundierung bereitet trockene Stellen vor, damit das Produkt nicht ungleichmäßig einzieht. Es macht Sinn, die Grundierung gezielt dort aufzutragen, wo das Make-up zuerst verschwindet, also um die Nase und am Kinn, nicht flächendeckend auf das ganze Gesicht.
Mythos zwei: Je weniger Make-up, desto natürlicher
Der zweite Mythos klingt gegensätzlich, beruht jedoch auf derselben Vereinfachung. Eine dünne, flächendeckende Schicht belastet zwar nirgends, hilft aber auch nirgends. Der Schatten unter den Augen, die Rötung an den Nasenflügeln oder Pigmentflecken bleiben genauso sichtbar und das Ergebnis wirkt eher unfertig als natürlich. Natürlichkeit entsteht nicht dadurch, dass wir überall weniger Produkt verwenden, sondern dadurch, dass wir es nur dort auftragen, wo es etwas zu korrigieren gibt.
Dies entspricht der gezielten Arbeit mit einem Concealer. Wählen Sie zwei bis drei Stellen, die wirklich ausgeglichen werden müssen, und lassen Sie den Rest des Gesichts nur in einer leichten getönten Creme. Für die Augenpartie eignet sich ein cremiger Concealer mit flüssigerer Konsistenz, der in einer dünnen Schicht in den inneren Augenwinkel und den Schatten direkt unter dem Auge aufgetragen wird, nicht auf die gesamte Fläche bis zum Wangenknochen. Für Rötungen und Flecken greifen Sie zu einem dichteren Concealer, tragen ihn punktuell direkt auf den Fleck auf und verblenden nur die Ränder.
Puder: wann er hilft und wann er schadet
Das Pudern ist der Punkt, an dem sich beide Mythen treffen. Puder ist nicht der Feind reifer Haut, er hat nur ein begrenzteres Einsatzgebiet, als ihm üblicherweise zugeschrieben wird. Er macht Sinn dort, wo die Haut glänzt und wo sich das Make-up verschiebt – an den Nasenflügeln, am Kinn und in der Mitte der Stirn – und in einer wirklich dünnen Schicht, um den Concealer unter dem Auge zu fixieren, damit er sich im Laufe des Tages nicht in die Rille sammelt. Ein feiner loser Puder passt dabei besser als ein kompakter.
Andererseits verschlechtert Puder die Situation auf den Wangen, um den Mund herum und überall dort, wo die Haut trocken ist oder sich leicht schuppt: Er hebt trockene Stellen hervor und mattiert die Oberfläche so, dass Linien hervortreten. Wenn Sie im Laufe des Tages mattieren müssen, ist es schonender, den Glanz mit einem Papiertaschentuch abzutupfen, als eine weitere Schicht aufzutragen. Die Menge ist also nicht entscheidend – entscheidend sind die Textur, die Platzierung und die Fähigkeit, die Haut arbeiten zu lassen.
Strahlender Teint ohne Glitzer, Rouge ohne Sorgen
Der dritte Mythos klingt einfach: Reife Haut und jeglicher Glanz schließen sich angeblich aus. Die Empfehlung "alles matt" stammt aus einer Zeit, als Highlighter noch grobe Perlenpartikel enthielten und auf der Haut eher wie kleine Spiegel wirkten als wie Licht. Heutige Texturen sind anders und der Unterschied zwischen Glitzer und satiniertem Schimmer ist entscheidend.
Glitzer oder satinierter Schimmer
Grobe Glitzerpartikel bilden sichtbare Einzelteile. Das Licht wird punktuell reflektiert, sodass das Auge jede Unebenheit wahrnimmt, in die die Partikel fallen – feine Linien und erweiterte Poren treten hervor. Satinierter Schimmer funktioniert umgekehrt: Der Perlenanteil ist so fein gemahlen, dass die einzelnen Partikel nicht erkennbar sind, und das Ergebnis ist ein fließender Übergang zwischen Licht und Schatten. Genau dieser verleiht der Haut Plastizität, die mit zunehmendem Alter natürlich abnimmt – die Wangen heben sich optisch leicht an und das Gesicht wirkt nicht flach.
Beim Kauf sollten Sie daher auf ein Finish achten, das als satiniert oder schimmernd beschrieben wird, nicht auf stark glitzernde oder metallische Varianten. Cremige und flüssige Highlighter verschmelzen zudem mit dem Make-up und setzen sich nicht so leicht in die Hautstruktur wie pudrige Varianten.
Bereiche, in denen Highlighter wirkt
Die Platzierung ist entscheidend, nicht die Menge des Produkts. Auf reifer Haut bewähren sich Bereiche, die natürlich hervorstehen und keine ausgeprägte Struktur haben:
- der höchste Punkt des Wangenknochens, näher am Schläfenbereich als in der Mitte des Gesichts,
- der innere Augenwinkel für einen offeneren Blick,
- der Bogen über der Oberlippe,
- die Mitte des Kinns, wenn Sie das Gesicht optisch verlängern möchten.
Im Gegensatz dazu sollten Sie Bereiche meiden, in denen Glanz das hervorhebt, was Sie nicht betonen möchten: den Bereich direkt unter den Augen mit feinen Linien, die Nasolabialfalte und deren Umgebung, die Stirn mit ausgeprägter Mimik und Bereiche mit erweiterten Poren. Es gilt die einfache Regel – Glanz zieht Aufmerksamkeit auf sich, also setzen Sie ihn nur dort ein, wo Sie die Aufmerksamkeit wirklich wollen.
Rouge ist nicht nur für junge Gesichter
Der vierte Mythos besagt, dass Rouge ab fünfzig unpassend wirkt. Dabei gehört es zu den Produkten, die auf reifer Haut in kurzer Zeit viel bewirken. Mit dem Alter nimmt der natürliche Farbton auf den Wangen ab und Make-up gleicht ihn aus, sodass das Gesicht ohne Kontrast bleibt. Farbe auf den Wangenknochen bringt ihn zurück – das Auge liest ihn als höchsten Punkt des Gesichts, und die Gesichtszüge wirken dadurch angehobener.
Auch hier ist die Platzierung wichtiger als der Farbton. Tragen Sie Rouge auf den höchsten Punkt des Wangenknochens auf und verblenden Sie es leicht in Richtung Schläfe, nicht nach unten zum Kinn.
Cremig oder pudrig
Cremige Rouges verschmelzen mit der Basis, betonen keine trockenen Stellen und werden mit den Fingern oder einem Schwämmchen aufgetragen, sodass das Ergebnis eher wie eine Farbe von innen wirkt als wie eine Schicht obenauf. Pudrige Rouges bieten mehr Kontrolle über die Intensität und halten länger auf Misch- und fettiger Haut. Halten Sie sich dabei an die Reihenfolge der Texturen: Puder gehört auf Puder, Creme auf Creme – ein pudriges Rouge, das direkt auf frisches cremiges Make-up aufgetragen wird, lässt sich ungleichmäßig verblenden.
Farbton nach Hautunterton
Damit Rouge natürlich wirkt, sollte es mit dem Unterton Ihrer Haut harmonieren. Ein kühler Unterton (Adern am Handgelenk eher bläulich-violett, Silber steht Ihnen besser) harmoniert mit kühleren Rosa-, Himbeer- und Pflaumentönen. Ein warmer Unterton (Adern eher grünlich, Gold steht Ihnen besser) wird durch Pfirsich-, Aprikosen-, Korall- und leicht terrakottafarbene Töne unterstützt. Ein neutraler Unterton kann beides tragen und eine gedämpfte Rosa ist oft eine zuverlässige Wahl.
Über das Ergebnis entscheidet letztlich die Intensität. Klopfen Sie den Pinsel vor dem Auftragen auf dem Handrücken ab, beginnen Sie mit einer kleineren Menge und fügen Sie bei Bedarf mehr hinzu. Bei cremigen Texturen arbeiten Sie mit den Fingern – die Wärme der Haut macht das Produkt weicher und der Übergang wird sanfter.
Ausdrucksstarke Lippen, Augenbrauenform, Wimperndefinition
Die letzten beiden Mythen beziehen sich auf die Bereiche, die den größten Ausdruck verleihen – die Lippen und die Augen. Beide Aussagen haben denselben Aufbau: Sie erkennen ein reales Problem und bieten statt einer Lösung ein Verbot an.
Fünfter Mythos: Kräftiger Lippenstift gehört nicht mehr in die Zeit nach fünfzig. Fragt man, woher diese Regel stammt, erhält man die Beschreibung eines konkreten Problems – die Farbe verläuft sich im Laufe des Vormittags in feine Linien oberhalb der Oberlippe. Doch das liegt nicht am Farbton. Das Verlaufen wird durch eine Kombination aus weicherer Lippenkontur und einer Textur, die beweglich bleibt, verursacht.
Die Konturlinie der Lippen wird mit dem Alter natürlicherweise unschärfer, und kleine vertikale Falten in der Umgebung wirken wie Wege, auf denen sich fettiger Lippenstift ausbreitet. Hier hilft ein Konturenstift: Ziehen Sie damit den Rand der Lippen nach und verteilen Sie ihn leicht über die gesamte Fläche. Es entsteht eine mattere Basis, die die Farbe an Ort und Stelle hält. Wählen Sie den Stift in einem Farbton, der der natürlichen Lippenfarbe nahekommt, nicht mehrere Töne dunkler – ein scharfer dunkler Rand um eine hellere Füllung gehört zu vergangenen Trends, nicht zum heutigen Make-up.
Auch das Finish spielt eine Rolle. Sehr glänzende, ölige Texturen verlaufen am leichtesten, während völlig matte, langanhaltende flüssige Lippenstifte austrocknen und jede Falte optisch betonen können. Der Mittelweg – ein satin- oder cremig-mattes Finish – hält die Form und lässt die Lippen dennoch geschmeidig aussehen. Behalten Sie also ruhig die kräftige Farbe, geben Sie ihr nur eine Grenze.
Sechster Mythos: Die Augen sollen nach fünfzig nur noch dezent betont werden. In der Praxis beeinflussen jedoch zwei Dinge den Ausdruck der Augen am meisten, die bei dem Versuch, unauffällig zu bleiben, oft vergessen werden – die Form der Augenbrauen und die Definition der Wimpern.
Die Augenbrauen werden mit dem Alter normalerweise dünner und verlieren an Intensität, wodurch das Gesicht seinen Rahmen verliert. Je nachdem, wie sich das Ausdünnen zeigt, eignet sich ein anderes Werkzeug:
- Augenbrauenstift – Mit der dünnen Spitze zeichnen Sie einzelne Härchen und füllen so eine bestimmte Lücke oder das fehlende Ende des Bogens auf.
- Augenbrauenpuder – Wird mit einem abgeschrägten Pinsel aufgetragen und erzeugt einen weichen Schatten. Geeignet, wenn die Augenbrauen gleichmäßig dünner geworden sind und Sie die gesamte Fläche verdichten müssen.
- Augenbrauengel – Klar oder getönt, richtet die Härchen aus und hält die Form den ganzen Tag. Es fügt selbst keine Farbe hinzu, schließt jedoch die Arbeit von Stift und Puder gut ab.
Beim Farbton gilt, dass zu dunkle und scharf gezeichnete Augenbrauen hart wirken. Greifen Sie lieber zu einem Ton, der einen Farbton heller ist als Ihr Haar, und bauen Sie die Farbe in Schichten auf. Zu ergrauten Haaren passen eher kühlere aschige Töne als warmes Braun mit rotem Unterton.
Bei den Wimpern zählt mehr die Definition als die Breite des Lidstrichs. Statt einer breiten Linie auf dem Lid versuchen Sie, den Stift dicht an den Wimpernansatz zu legen und auch die Zwischenräume auszufüllen. Dadurch wirken die Wimpern optisch dichter, ohne dass auf dem Lid ein sichtbarer Streifen entsteht – das ist besonders praktisch, wenn das obere Lid leicht hängt und eine breite Linie ohnehin verdecken würde.
Mascaras unterscheiden sich dann je nachdem, was sie bewirken sollen. Volumen-Mascaras haben eine dichtere Formel und eine vollere Bürste, die die Wimper über die gesamte Länge umhüllt. Verlängernde Mascaras sind dünnflüssiger und haben eine dünne Bürste mit kurzen Borsten, die die Spitzen verlängern. Wenn Ihre Wimpern gleichzeitig feiner und kürzer sind, macht es Sinn, beides zu kombinieren: zuerst eine Schicht Volumen-Mascara an den Wurzeln, dann verlängernde an den Spitzen. Wasserfeste Varianten heben Sie sich für Gelegenheiten auf, bei denen Sie sie wirklich brauchen – sie lassen sich schwerer entfernen und häufiges Reiben um die Augen tut nichts Gutes.
Wie man in wenigen Minuten ein Make-up über fünfzig zusammenstellt
Alle sechs Aussagen, die wir nacheinander durchgegangen sind, verbindet eine Sache: Sie entstanden zu einer Zeit, als dekorative Kosmetik andere Texturen hatte als heute. Sobald Sie diese beiseite legen, bleibt ein überraschend einfacher Ablauf. Ein Tages-Make-up für reife Haut benötigt weder dutzende Schritte noch eine Stunde Zeit – Sie schaffen es in fünf bis zehn Minuten, wenn Sie wissen, in welcher Reihenfolge Sie vorgehen müssen.
- Beginnen Sie mit der Feuchtigkeitspflege und lassen Sie sie kurz einziehen. Auf geschmeidiger Haut verteilt sich das Make-up gleichmäßig, auf trockener bleibt es in den Linien haften.
- Tragen Sie eine dünne Schicht feuchtigkeitsspendendes Make-up oder getönte Creme nur dort auf, wo Sie den Teint ausgleichen möchten – typischerweise in der Mitte des Gesichts.
- Gehen Sie mit dem Concealer nur an Stellen zurück, die Sie wirklich stören: Nasenwinkel, Mundbereich oder eventuell Schatten unter den Augen. Tupfen Sie ihn mit den Fingern oder einem kleinen Schwämmchen ein.
- Tragen Sie das Rouge auf die höchsten Punkte der Wangen auf und verblenden Sie es in Richtung der Schläfen.
- Füllen Sie die Augenbrauen nur dort mit einem Stift oder Puder aus, wo Härchen fehlen, und fixieren Sie die Form mit einem Gel.
- Betonen Sie die Wimpern mit Mascara von den Wurzeln aus, umranden Sie die Lippen mit einem Konturenstift und ergänzen Sie sie mit einem Lippenstift mit Satin-Finish.
Grundausstattung: sechs Artikel, die ausreichen
Für die tägliche Ausstattung reichen sechs Artikel. Es müssen nicht mehr sein und sie müssen nicht teuer sein – entscheidend sind Textur und Farbton, nicht die Anzahl der Tiegel im Schrank.
- Feuchtigkeitsspendendes Make-up oder getönte Creme – gleicht den Teint aus und lässt die natürliche Struktur der Haut durchscheinen. Noch leichtere Varianten sind BB- und CC-Cremes.
- Concealer – cremig, eher aufhellend als stark deckend, damit er sich nicht in feinen Linien absetzt.
- Rouge – cremiges Rouge haftet besser auf trockener Haut, pudriges hält länger auf der öligen Zone.
- Augenbrauenstift oder -puder – die Form der Augenbrauen hält das Gesicht zusammen und verändert den Ausdruck sichtbar.
- Mascara – betont die Wimpernlinie an den Wurzeln und öffnet optisch das Auge; die Wahl zwischen Volumen und Verlängerung hängt davon ab, was Ihren Wimpern fehlt.
- Lippenstift – ein Satin-Finish ist sanfter zu den Lippen als ein mattes, das trockene Stellen betont.
Alles andere ist eine Ergänzung, die Sie hinzufügen können, wann immer Sie möchten. Eine Grundierung ist nützlich, wenn Ihr Make-up bis zum Abend verschwindet. Puder ist nur für glänzende Stellen sinnvoll, ein Highlighter für Tage, an denen Sie die Haut mehr erhellen möchten, und ein Fixierspray bei heißem Wetter. Wimpern- und Augenbrauenseren sind eine eigenständige, langfristige Angelegenheit – sie gehören nicht zur morgendlichen Routine, sondern zur abendlichen Pflege und sollten über Wochen, nicht Tage, beurteilt werden.
Die Art der Anwendung ist genauso wichtig wie das Produkt
Auf reifer Haut spielt das Werkzeug fast die gleiche Rolle wie die Textur selbst. Finger sind gut für cremige Texturen – die Wärme löst sie auf und das Produkt verbindet sich besser mit der Haut. Ein feuchter Schwamm verteilt das Make-up in einer dünnen Schicht und absorbiert den Überschuss, sodass sich nichts ansammelt. Ein flacher Pinsel mit dichten Fasern legt die Schicht eher ab, eignet sich daher für gezielte Abdeckung mit Concealer.
Ein fluffiger Pinsel mit weichem Abschluss gehört zu Puder und Rouge: Nehmen Sie wenig auf, klopfen Sie den Überschuss ab und bauen Sie die Farbe in Schichten auf. Pinsel und Schwämme sollten etwa einmal pro Woche gewaschen werden – alte Farbrückstände machen das Ergebnis ungleichmäßig und die Arbeit auf der Haut wird nicht sauber.
Wenn Sie Ihre Ausstattung ergänzen, schauen Sie sich in der dekorativen Kosmetik bei Brasty die Kategorien Make-up, Concealer und Rouge, Augenbrauenstifte und Mascara, Wimpern- und Augenbrauenseren sowie Pinselsets an. Sie können nach Textur und Farbton filtern, sodass Sie Ihre Ausstattung schrittweise zusammenstellen können – gerne Schritt für Schritt, je nachdem, was Ihnen fehlt.
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