Wie man sich je nach Hauttyp abschminkt: fettige, trockene, empfindliche Haut

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Wie man sich je nach Hauttyp abschminkt: fettige, trockene, empfindliche Haut

Zieht sich Ihre Haut nach dem Abschminken zusammen, glänzt oder treten entzündete Poren auf? Die meisten dieser Probleme werden nicht durch das Make-up selbst verursacht, sondern durch die Art und Weise, wie Sie es entfernen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie fettige, trockene und empfindliche Haut abschminken, damit sie beruhigt bleibt.

Warum die Haut nach dem Abschminken spannt oder glänzt

Kennen Sie das Gefühl: Sie spülen Ihr Gesicht ab, trocknen es mit einem Handtuch und nach kurzer Zeit beginnt die Haut unangenehm zu spannen. Oder das Gegenteil passiert – abends haben Sie das Gefühl, dass die Haut endlich gründlich gereinigt ist, aber nach zwei Stunden glänzen Stirn und Nase wieder. Und schließlich treten kleine Rötungen und entzündete Poren genau dort auf, wo tagsüber das Make-up lag. Alle drei Situationen haben eines gemeinsam: In der Regel liegt es nicht am Make-up selbst, sondern an der Art und Weise, wie Sie es entfernen.

Gespannte Haut wird oft als Beweis für perfekte Sauberkeit angesehen. In Wirklichkeit ist es eher ein Signal, dass von der Hautoberfläche mehr entfernt wurde, als nötig war. Auf der Haut liegt ein dünner Film aus Wasser und Lipiden, der hilft, die Feuchtigkeit zu bewahren. Wird dieser durch heißes Wasser, stark entfettende Reinigungskomponenten oder langes Schrubben gestört, wehrt sich die Haut – und Sie spüren dies als Spannungsgefühl, Ziehen in den Mundwinkeln oder kurzes Brennen nach dem Auftragen der Creme.

Der Glanz, der schneller zurückkehrt, als Sie erwarten, hat eine ähnliche Ursache. Eine zu aggressive Reinigung bringt die Haut aus dem Gleichgewicht und die Talgdrüsen gleichen die fehlenden Lipide auf ihre Weise aus. Die zweite Möglichkeit ist genau das Gegenteil: Der Make-up-Entferner blieb auf dem Gesicht. Unvollständig abgewaschenes Öl oder Reste von wasserfester Mascara bilden einen Film, der sich im Licht genauso verhält wie Fett, obwohl er mit Ihrem eigenen Talg nichts zu tun hat.

Entzündete Poren und Rötungen werden oft durch mechanische Einwirkung verursacht. Druck auf das Wattepad, lange kreisende Bewegungen an einer Stelle, ein grobes Frottierhandtuch – all das reizt die Haut mehr als die Pigmente im Make-up. Wenn das Abschminken zudem hastig erfolgt, werden Schmutzpartikel nur auf dem Gesicht verteilt, anstatt entfernt zu werden.

Es lohnt sich daher, auf vier Dinge zu achten, die mehr über das Ergebnis entscheiden als die Marke des Produkts:

  • Die Textur des Make-up-Entferners – wie gut er das Make-up löst und wie stark er dabei entfettet.
  • Die Wassertemperatur – heißes Wasser beschleunigt den Feuchtigkeitsverlust der Haut.
  • Druck und Tempo – Abschminken ist ein Lösen, kein Polieren.
  • Anzahl der Schritte – ein Schritt reicht manchmal nicht aus, drei sind oft überflüssig.

Und genau hier liegt der Hauptgrund, warum eine universelle Anleitung nicht funktioniert. Fettige Haut benötigt eine Reinigung, die Make-up und überschüssigen Talg zuverlässig löst, ohne eine Abwehrreaktion auszulösen. Trockene Haut schätzt eine Textur, die zusammen mit dem Make-up von der Haut verschwindet und eine Schutzschicht hinterlässt. Empfindliche Haut reagiert eher auf das Tempo und die Menge der Reibung als auf die Stärke des Produkts – die Toleranz ändert sich hier zudem von Tag zu Tag. Drei unterschiedliche Bedürfnisse, drei unterschiedliche Vorgehensweisen: In den nächsten Kapiteln gehen wir sie Schritt für Schritt durch, einschließlich der Anzeichen dafür, dass Ihre aktuelle Routine nicht passt.

Mizellenwasser, ölhaltige Textur, Zwei-Phasen-Make-up-Entferner

Ein Make-up-Entferner wird nicht nach Duft oder Flaschenform gewählt, sondern danach, was er auflösen soll. Leichtes Tages-Make-up, voll abdeckendes Make-up fixiert mit Spray und wasserfeste Mascara sind drei verschiedene Aufgaben, die jeweils eine andere Textur erfordern. Es lohnt sich zu wissen, warum ein Produkt das Make-up beim ersten Mal entfernt und ein anderes es eher verschmiert.

Mizellenwasser: die schnelle Wahl für das tägliche Make-up

Mizellenwasser sieht aus wie eine gewöhnliche klare Flüssigkeit, in der Mizellen – kleine Tensidcluster – verteilt sind. Ihre Außenseite liebt Wasser, das Innere hingegen Fett, sodass sie Talg, Schweiß und Pigmente binden und sich abwischen lassen. Daher eignet es sich für leichtes Make-up, BB-Creme, Puder, Rouge, normale Mascara oder Eyeliner.

Grenzen hat es dort, wo das Make-up auf Ölen, Wachsen und Silikonen basiert. Lang anhaltendes, deckendes Make-up, Konturprodukte und vor allem Fixiersprays sind so konzipiert, dass sie wasserresistent sind – und Mizellenwasser ist Wasser. Wenn Sie feststellen, dass Sie mit dem Wattepad über das Gesicht reiben, liegt der Fehler meist nicht in Ihrer Technik, sondern in der gewählten Textur. Halten Sie das Wattepad lieber eine Weile auf der Haut und lassen Sie das Produkt arbeiten.

Ölhaltige Textur: wenn das Make-up den ganzen Tag hält

Reinigungsöle und -balsame funktionieren nach dem einfachen Prinzip – Gleiches löst Gleiches. Das Öl bindet sich an die ölhaltige Komponente des Make-ups, löst sie auf und nimmt sie mit. So bewältigt es auch Make-up, das von morgens bis abends halten soll, Konturierung, Creme-Rouge und eine Schicht Fixierspray obendrauf.

Der Schlüssel liegt im Vorgehen, mit dem Anfängerinnen am häufigsten kämpfen:

  • Tragen Sie das Produkt auf trockene Haut und trockene Hände auf – Wasser würde das Öl vorher verdünnen.
  • Massieren Sie es mit kreisenden Bewegungen über das gesamte Gesicht, ruhig eine Minute lang.
  • Erst dann fügen Sie etwas lauwarmes Wasser hinzu. Das emulgierende Öl oder der Balsam verwandelt sich in eine weiße milchige Emulsion.
  • Abspülen und mit einem sanften Reinigungsgel oder -schaum nachreinigen.

Gerade der letzte Schritt ist oft der Grund, warum Öl jemandem „nicht passt“. Wenn es auf der Haut bleibt, hinterlässt es einen fettigen Film und ein Gefühl von Rückständen. Öl ist nämlich nicht die abschließende Reinigung, sondern die erste Phase – der Löser.

Zwei-Phasen-Make-up-Entferner: die Lösung für wasserfeste Mascara

Den Zwei-Phasen-Make-up-Entferner erkennt man an den zwei Schichten in der Flasche, die sich nicht von selbst vermischen. Der untere wässrige Teil spült das weg, was wasserlöslich ist, der obere ölhaltige Teil löst den Wachsschutzfilm der wasserfesten Mascara und der wasserfesten Eyeliner. Vor der Anwendung daher die Flasche kurz schütteln.

Er eignet sich am besten für die Augenpartie, da er effektiv löst und gleichzeitig kein Reiben erfordert. Legen Sie ein angefeuchtetes Wattepad auf das geschlossene Auge, warten Sie fünfzehn bis zwanzig Sekunden und ziehen Sie es dann nach unten, in Wuchsrichtung der Wimpern. Wasserfeste Mascara endet nach der alleinigen Anwendung von Mizellenwasser hingegen oft als verschmierter Pigmentfleck unter dem unteren Lid.

Wie man zwischen ihnen wählt

Sie müssen nicht alle drei zu Hause haben. Normalerweise reicht es, die Textur nach der Intensität Ihres Make-ups zu wählen:

  • Leichtes Tages-Make-up – Mizellenwasser oder Reinigungsmilch.
  • Volle Abdeckung, Konturierung, Fixierspray – ölhaltige Textur oder Balsam, immer mit Nachreinigung.
  • Wasserfeste Mascara und Eyeliner – Zwei-Phasen-Make-up-Entferner für die Augenpartie, der Rest des Gesichts nach Bedarf.

In der Praxis wird am häufigsten eine Kombination aus zwei Produkten verwendet: Zwei-Phasen-Produkt für die Augen und Mizellenwasser oder Öl für den Rest des Gesichts. Welche Textur Ihnen am besten passt, hängt jedoch nicht nur vom Make-up ab – auch wie Ihre Haut auf Tenside und Öle reagiert, spielt eine Rolle.

Ölige Haut: Abschminken ohne Glanz und verstopfte Poren

Ölige und Mischhaut haben abends eine etwas andere Ausgangsposition als andere Hauttypen. Neben Make-up, Sonnenschutzmittel und Straßenschmutz lagert sich tagsüber auch körpereigenes Fett ab, das sich mit dekorativer Kosmetik zu einer Schicht verbindet, die mit normalem Wasser nicht abgewaschen werden kann. Deshalb ist bei diesem Hauttyp die größte Sorge verstopfte Poren in der T-Zone und Glanz, der zurückkehrt, bevor man es ins Bett geschafft hat. Das Ziel des abendlichen Abschminkens ist jedoch nicht, die Haut auszutrocknen. Es geht darum, eine saubere Haut zu haben, die nicht spannt und auf die man beruhigt die Nachtpflege auftragen kann.

Der häufigste Irrtum bei öliger Haut ist, zu den stärksten Mitteln zu greifen. Ein festes Seifenstück oder ein stark entfettendes Gel hinterlassen zwar ein quietschsauberes Gefühl, aber dieses Gefühl ist trügerisch. Eine Haut, die von allen Rückständen befreit ist, wehrt sich oft, indem sie schneller Fett produziert – und am Ende des Tages blickt man in den Spiegel und sieht noch mehr Glanz als zuvor. Es ist vernünftiger, einen sanfteren Weg zu wählen und eher auf Konsequenz als auf die Stärke des Produkts zu setzen.

In der Praxis bedeutet das, das Abschminken in zwei ruhige Schritte zu unterteilen. Zuerst löst und entfernt man mit einer leichteren Textur Make-up, Mascara und Sonnenschutzmittel. Dann wäscht man das Gesicht sanft nach – mit einem Schaum oder Gel für ölige Haut und lauwarmem, nicht heißem Wasser. Der zweite Schritt ist der entscheidende bei öliger Haut: Er entfernt die Reste des Abschminkmittels und des gelösten Fetts, die sonst die ganze Nacht auf der Haut liegen bleiben würden. Gleichzeitig erfordert er kein Schrubben, sodass man keine Angst vor Reizungen haben muss.

Zum Ergebnis tragen dann viele Kleinigkeiten bei, die leicht übersehen werden:

  • Saubere Werkzeuge. Pinsel und Schwämmchen für Make-up tragen Reste von Produkten und Fett der Vortage mit sich. Wenn man sie nicht regelmäßig wäscht, verteilt man ihren Inhalt morgens erneut auf der Haut – und das abendliche Abschminken kann das nicht ausgleichen.
  • Ausgewechseltes Wattepad. Sobald das Abschminkpad verschmutzt ist, hört es auf zu reinigen und beginnt, das Make-up zu verteilen. Bei öliger Haut sollte man lieber zu einem neuen greifen, anstatt mit einem über das ganze Gesicht zu wischen.
  • Die gesamte Fläche, nicht nur die Mitte des Gesichts. Make-up hält sich auch an Stellen, die man nicht sofort sieht: in der Haarlinie, an den Schläfen, unter dem Kiefer und am Hals. Genau dort treten dann oft verstopfte Poren auf.
  • Sanfter Druck. Das Wattepad auflegen, ein paar Sekunden einwirken lassen und erst dann abziehen. Herausgeriebenes Make-up bedeutet gereizte Haut, nicht sauberere Haut.

Eine eigene Kategorie sind langanhaltende deckende Make-ups. Sie sind so konzipiert, dass sie den ganzen Tag halten und Reibung sowie Feuchtigkeit widerstehen – und genau deshalb entfernt ein einfaches Wischen mit Mizellenwasser sie nicht vollständig. Man erkennt es leicht: Das Wattepad sieht fast sauber aus, aber die Haut fühlt sich nach dem Waschen immer noch stumpf und unangenehm verstopft an. Ebenso hartnäckig sind Fixiersprays, wasserfeste Mascaras und langanhaltende Lippenstifte. Bei dieser Kategorie lohnt es sich, mit einer längeren Abschminkzeit zu rechnen, dem Produkt Zeit zu geben und das abschließende Nachwaschen nie auszulassen.

Wenn man sich diesen Ablauf angewöhnt, dauert der Abend ein oder zwei Minuten länger als früher. Im Gegenzug wird die Haut am Morgen nicht quietschen oder glänzen, bevor man das Haus verlässt – und die Pflege, die man aufträgt, gelangt dahin, wo sie hingehört.

Trockene und empfindliche Haut: Sanftheit statt Reibung

Trockene und empfindliche Haut sind nicht dasselbe, aber beim Abschminken verbindet sie eine Sache: Mechanische Reibung schadet ihnen am meisten. Trockene Haut hat eine geschwächte Fettschicht, wodurch sie nach dem Waschen schneller Feuchtigkeit verliert und sich gespannt anfühlt. Empfindliche Haut kann durchaus auch Mischhaut sein, reagiert jedoch auf Reize – auf Duftstoffe, auf einen höheren Alkoholgehalt in der Zusammensetzung, auf raue Wattepads oder auf heißes Wasser. Bei beiden ist es also nicht entscheidend, wie viel Produkt Sie verwenden, sondern wie Sie die Haut berühren.

Trockene Haut: Textur ist wichtiger als die Anzahl der Schritte

Mizellenwasser ist praktisch und schnell, aber es gibt große Unterschiede zwischen den einzelnen Produkten. Einige enthalten einen höheren Alkoholgehalt oder intensivere Duftstoffe, und genau diese erkennt trockene Haut innerhalb weniger Minuten: Es bleibt ein Spannungsgefühl zurück und das Make-up lässt sich schwerer entfernen, sodass Sie stärker auf das Wattepad drücken, als Sie möchten. Öl- und Balsamtexturen arbeiten anders – sie lösen das Make-up mit Fett, nicht durch Reibung, und lassen einen Teil der fettigen Bestandteile auf der Oberfläche zurück.

Der praktische Ablauf sieht ungefähr so aus: Tragen Sie Öl oder Balsam mit trockenen Händen auf die trockene Haut auf, massieren Sie es etwa eine halbe Minute lang in kreisenden Bewegungen ein und fügen Sie dann erst Wasser hinzu. Das Produkt emulgiert zu einer milchigen Konsistenz und spült auch Ablagerungen um die Nasenflügel ab. Das anschließende Waschen kann dann kurz und sanft sein – seine Aufgabe ist es, Ölreste zu entfernen, nicht die Haut von Grund auf zu reinigen.

  • Reinigen Sie mit lauwarmem Wasser, nicht mit heißem; heißes Wasser löst auch die Fette, die Sie auf der Haut belassen möchten.
  • Trocknen Sie durch Auflegen des Handtuchs, nicht durch Reiben. Der Unterschied ist vor allem an den Wangen und um den Mund herum spürbar.
  • Tragen Sie die Feuchtigkeitspflege auf noch leicht feuchte Haut auf, nicht erst nach zwanzig Minuten.

Empfindliche Haut: Lassen Sie den Entferner für sich arbeiten

Bei empfindlicher Haut ist der Augenbereich entscheidend, da die Haut hier am dünnsten ist und zuerst reagiert. Der häufigste Fehler ist Ungeduld: Das Wattepad wird aufgelegt und sofort hin und her bewegt. Dabei reicht es, das angefeuchtete Wattepad auf das geschlossene Auge zu legen, es fünfzehn bis zwanzig Sekunden wirken zu lassen und dann mit einem Zug nach außen zu wischen. Ein Zwei-Phasen-Entferner oder eine Öltextur löst in der Zwischenzeit auch wasserfeste Mascara, sodass Sie nicht mehrmals darauf zurückkommen müssen. Wenn ein dunkler Schatten unter dem unteren Lid bleibt, entfernen Sie ihn mit einem Wattestäbchen anstatt die gesamte Region erneut zu reiben.

Im restlichen Gesicht hilft das gleiche Prinzip: auftragen, kurz warten, dann entfernen. Es lohnt sich auch, die Anzahl der Produkte in einer Routine zu begrenzen. Je weniger Komponenten im Laufe des Abends auf der Haut wechseln, desto leichter erkennen Sie, was ihr nicht zusagt. Testen Sie daher ein neues Produkt einzeln und über ein paar Tage.

Woran Sie erkennen, dass der Ablauf nicht der richtige ist

Ein kurzes Frischegefühl nach dem Abschminken ist in Ordnung. Die folgenden Signale deuten jedoch darauf hin, dass der gewählte Ablauf für Ihre Haut zu aggressiv ist:

  • Spannungsgefühl, das auch einige Minuten nach dem Abspülen nicht verschwindet und erst nach dem Auftragen der Creme nachlässt.
  • Rötungen oder Wärme an den Stellen, die Sie am meisten berührt haben – typischerweise um die Nase und auf den Lidern.
  • Brennen in den Augen oder verschwommenes Sehen nach dem Entfernen des Augen-Make-ups.
  • Schüppchen und raue Stellen, die nach mehreren Tagen der gleichen Routine auftreten, nicht gleich am ersten Abend.
  • Das Gefühl, dass Sie stärker drücken müssen als früher, damit überhaupt etwas verschwindet.

Wenn eines dieser Anzeichen wiederholt auftritt, versuchen Sie zuerst die Technik zu ändern und erst dann das Produkt: weniger Druck, lauwärmeres Wasser, längere Einwirkzeit und weichere Wattepads. Oft reicht das aus. Wenn die Probleme auch nach mehreren Wochen anhalten oder sich verschlimmern, ist es ratsam, einen Dermatologen zu konsultieren.

Wie Sie erkennen, dass Ihre Haut nach dem Abschminken nicht sauber ist

Das Abschminken gehört zu den Pflegeschritten, bei denen wir uns das Ergebnis am leichtesten einreden. Sie legen das Wattepad weg, die Haut sieht matt aus und Sie haben das Gefühl, dass alles erledigt ist. Der wahre Zustand zeigt sich jedoch oft erst später – morgens auf dem Kissen oder wenn Sie nach dem Waschen mit den Fingern über Ihr Gesicht fahren. Die folgenden Signale helfen Ihnen zu erkennen, dass noch Make-up auf der Haut verblieben ist, ohne dass Sie mehr Druck ausüben müssen.

Signale, die Aufmerksamkeit verdienen

  • Schatten auf dem zweiten Wattepad. Wenn Sie nach dem ersten Abschminken zu einem sauberen Wattepad greifen und darauf ein beiger, brauner oder grauer Fleck bleibt, hat sich die Make-up-Schicht eher auf der Haut verteilt, als dass sie entfernt wurde.
  • Gefühl eines dünnen Films. Die Haut ist weder gespannt noch glänzend, sondern wirkt wie überzogen. Die Finger gleiten nicht glatt darüber und die Creme, die anschließend aufgetragen wird, zieht langsamer ein als gewöhnlich.
  • Kleine Unebenheiten um die Nase. Die Nasenflügel, Falten um den Mund, Haaransatz und der Übergang vom Kiefer zum Hals werden beim Abschminken am häufigsten ausgelassen. Wenn sich hier wiederholt Unebenheiten zeigen und anderswo nicht, liegt es meist an Resten von deckendem Make-up, nicht am Hauttyp.
  • Verschmierte Mascara nach dem Aufwachen. Dunkle Schatten unter den unteren Wimpern am Morgen bedeuten, dass nur der oberflächliche Teil der Wimpern entfernt wurde und der Rest über Nacht auf die Haut und die Bettwäsche übertragen wurde.
  • Rötungen nach dem Abschminken. Gereizte Augenpartien oder erhitzte Wangen sind kein Beweis für Gründlichkeit. Meistens zeigen sie, dass der Make-up-Entferner das Make-up nicht aufgelöst hat und Sie es durch Reiben ausgeglichen haben.

Schnelle Kontrolle, die eine halbe Minute dauert

Nach dem Abschminken lassen Sie die Haut kurz in Ruhe und nehmen dann ein neues, angefeuchtetes Wattepad. Fahren Sie damit über drei Stellen, die oft vergessen werden: die Nasenflügel, die Linie direkt unter den unteren Wimpern und den Übergang zwischen Kiefer und Hals. Wenn das Wattepad sauber bleibt, war das Abschminken ausreichend und eine weitere Runde würde die Haut nur unnötig belasten. Wenn sich darauf Farbe zeigt, wiederholen Sie nicht denselben Bewegungsablauf stärker – kehren Sie lieber zum ersten Schritt zurück und lassen Sie den Make-up-Entferner etwas länger einwirken, bevor Sie abwischen.

Der Sinn dieser Kontrolle ist nicht, die Haut bis zum Quietschen zu schrubben. Das Gefühl von vollständig gereinigter Haut ist eher ein Warnsignal: Es bedeutet, dass Sie neben dem Make-up auch die Schutzschicht entfernt haben, die die Haut über Nacht wieder aufbauen muss. Ziel ist es, die Haut zu beruhigen – glatt, geschmeidig, ohne Farbreste und ohne Spannungsgefühl.

Was Sie auftragen, bestimmt, wie Sie abschminken

Der Aufwand beim Abschminken hängt davon ab, was Sie auf der Haut haben. Wasserfeste Mascaras sind so konzipiert, dass sie Feuchtigkeit und Tränen widerstehen – bei Typen, wie Sie sie im Angebot von Marken wie Maybelline, L'Oréal Paris oder Lancôme finden, sollten Sie daher mit einer längeren Einwirkzeit des Make-up-Entferners und einer Bewegung von den Wurzeln zu den Spitzen rechnen, nicht mit kreisendem Reiben des Lids. Ebenso benötigen deckende Make-ups von Dermacol oder Max Factor mit langer Haltbarkeit mehr Zeit als eine leichte BB-Creme, die oft schon beim ersten Schritt entfernt wird. Eine auf das tägliche Minimum eingestellte Routine reicht möglicherweise nicht an Tagen aus, an denen Sie zu einer deckenden Schicht und wasserfester Mascara greifen.

Zu einer ruhigen Haut gehören auch saubere Werkzeuge

Der letzte Ort, an dem Make-up-Reste am längsten haften bleiben, sind nicht Ihre Wangen, sondern Pinsel und Schwämme. Ein Werkzeug voller alter Produktschichten bringt genau das auf die frisch abgeschminkte Haut zurück, was Sie loswerden wollten, und erschwert zudem das Auftragen. Pinsel und Schwämme aus dem Angebot von Brasty sollten Sie daher regelmäßig mit lauwarmem Wasser und einem milden Reinigungsmittel waschen, liegend trocknen und niemals feucht in einer geschlossenen Kosmetiktasche aufbewahren.

Zusammengefasst: Eine saubere Haut nach dem Abschminken erkennen Sie nicht daran, wie viel Mühe Sie sich gegeben haben, sondern daran, was von Ihnen übrig bleibt – ein leeres Wattepad, eine ruhige Haut ohne Spannungsgefühl und morgens keine verunreinigte Augenpartie.